Zu Ball- und Hochzeitskleidern gehört ein Reifrock

Zu einem pompösen Abendkleid oder einem traumhaften Brautkleid gehört ein weit schwingender Rock einfach dazu. Erst er macht das Kleid richtig glamourös. Gerade aus der Brautmode ist der Reifrock nicht wegzudenken. Auch wenn sich die Mode mit den Jahren verändert und nun auch wieder vermehrt gerade geschnittene Brautkleider getragen werden, so verschwindet der Reifrock nicht von der modischen Bildfläche. Besonders die Romatikerinnen unter den Bräuten möchten auf den weiten Rock, der ein wenig an Kaiserin Sissi erinnert, nicht verzichten. Ob aus Tüll oder Satin, mit oder ohne Rüschen oder mit einem oder zwei Reifen – in vielen Online-Shops und Brautboutiquen finden zukünftige Bräute gewiss den richtigen Reifrock.

Dezent oder opulent – ein Reifrock kann Beides sein
Den richtigen Reifrock zu wählen, ist keine leichte Aufgabe. Zwar bestimmt das Kleid in gewissem Maße, welcher Reifrock getragen wird, aber was die genaue Ausführung angeht, so haben Bräute viele Möglichkeiten. Bei der einfachsten Variante ist der Reif einfach in den unteren Rand eines schlichten Rocks eingearbeitet. Etwas aufwendigere Modelle ziert zusätzlich ein Volant oder ein Rüschenband. Auch Tüll wird gerne verwendet – er bildet eine Art Deckschicht über dem eigentlichen Reifrock und lässt das Kleid noch leichter und luftiger fallen. Modelle, die in der Höhe des mittleren Unterschenkels einen zweiten Reif eingearbeitet haben, verleihen besonders romantischen Kleidern den letzten Schliff. Der Rock fällt stufenartig nach außen und wirkt noch anmutiger und eleganter. Das Highlight unter den Reifröcken ist der Schleppen-Reifrock. Zusätzlich zum breiten Saum besitzt er eine Schleppe aus Tüll und Rüschen, welche die Schleppe des Brautkleides unterfüttert und voluminös auslaufen lässt.

Der Ursprung des Reifrocks
Zum ersten Mal trat der Reifrock Ende des 16. Jahrhunderts in der spanischen Tracht in Erscheinung. Nach wenigen Jahrzehnten geriet der opulente Unterrock jedoch wieder aus der Mode und kehrte erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts zurück. Nicht immer war der Reifrock rund, so wie wir ihn in der heutigen Form kennen. Um 1830 bildete sich eine ganz andere Form heraus. Statt nach allen Seiten ausladend zu sein, war er vorne und hinten flach und zeigte eine querovale Form. Später wurde der Reifrock durch Gestelle ersetzt, die sich die Damen um Hüfte und Gesäß schnürten und dem Kleid oder Rock so Halt und Stabilität boten. Nicht zuletzt die Tatsache, dass der Reifrock für den Alltag eher unpraktisch und dazu noch unbequem ist, ist der Grund dafür, dass er bald aus der Mode kam und heute nur noch unter Brautkleidern oder Ball- und Abendkleidern getragen wird.

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