Die Auswahl bei Festmode reicht von dezent bis aufwendig

Festmode – ein Begriff, der für viele Arten von Kleidung steht: Grundsätzlich bezeichnet er alles, was zu destlichen Anlässen getragen wird, von der Hochzeit über die Kommunion bis zum Schützenfest. Für die Herren ist das in der Regel ein Anzug, der Frack oder die Vereinsuniform, für Frauen umfasst die Auswahl Hosenanzug, Kostüm und Abendkleid. Bei so vielen Möglichkeiten ist es nicht immer leicht, die Festmode zu finden, die für einen Anlass angemessen ist. Manchmal steht in der Einladung der Hinweis „black tie“, was bedeutet, dass der Mann im Smoking mit schwarzer Fliege und die Dame in langer Festmode erscheinen soll. „white tie“ steht für die aufwendigste Abendgarderobe, also Frack und weiße Fliege für den Herrn und pompöse Ballkleider für die Dame.

„Black tie“ und „white tie“: Der Dresscode der Festmode
Lautet der Dresscode „black tie“, was auch als „kleiner Gesellschaftsanzug“ bezeichnet wird, sollten Frauen auf ein langes Abendkleid tragen, sofern es nicht zu viel Dekolletè zeigt. Ansonsten ist alles erlaubt, was edel, aber dezent wirkt. Die Forderung nach dem sogenannten „großen Gesellschaftsanzug“, dem Frack, lässt den Damen viel Spielraum bei der Wahl ihrer Festmode – Hauptsache aufwendig. Ein weites, schwingendes Ballkleid ist genauso erlaubt wie eine Kombination aus langem Rock und Corsage. Der Stoff und die Applikationen dürfen auffallen: Satin und Brokat sowie Pailletten oder Strasssteine bringen Glanz in die Festmoden. Rüschen und Spitze sorgen für einen femininen Look. Accessoires wie Schuhe, Handtasche und Stola oder Abendjacke sollten farblich mit der Festmode harmonieren – Farbkontraste wirken deplatziert. Ein dezentes Make-up und eine Hochsteckfrisur ergänzen besondere Festmoden perfekt.

Ist keine Kleiderordnung angegeben, lieber dezente Festmode tragen
Wichtig ist, dass die Festmode nicht zu freizügig ist. Je nach Anlass darf der Ausschnitt am Dekolleté oder Rücken auch einmal etwas tiefer ausfallen, im Zweifel sollte hier aber Zurückhaltung geübt werden. Heute bieten sich nur noch wenige Gelegenheiten für besonders schicke Festmode. Selten wird noch der strenge traditionelle Dresscode verlangt, stattdessen genügt meist schlicht-elegante Kleidung. Der Mann trägt einen dunklen Anzug mit Krawatte und die Frau hat nicht nur die Wahl zwischen einem Cocktailkleid oder dem Kleinen Schwarzen, sondern auch etwas aufwendigerer Kleidung. Auf manchen Hochzeiten ist selbst ein einfaches Sommerkleid gern gesehen. Wenn die Einladung nichts über die Kleiderordnung verrät, lieber beim Gastgeber nachfragen, um nicht in unpassender Festmode auf der Feier zu erscheinen.

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